
Warum selbst gekocht gesund für deinen Hund ist
Warum mache ich mir eigentlich die Mühe und koche für meine Hunde selbst? Lohnt sich der Aufwand, wenn man so viel gutes und günstiges Hundefutter fix und fertig kaufen kann?
Ja, natürlich macht Kochen Arbeit und im Vergleich zu den Angeboten aus dem Supermarkt ist es nicht unbedingt günstiger. Und ja, man braucht Zeit für Einkauf, Gemüse putzen, Hülsenfrüchte einweichen, Reis waschen und so weiter.
Ich mache das jetzt seit fünf Jahren und je älter meine beiden Hunde werden, umso deutlicher wird, wie sehr es sich lohnt.
Die wichtigsten Gründe, warum ich nicht mehr zurück zu Fertigfutter möchte, erfahrt ihr in diesem Artikel.
- Warum gebe ich meinen Hunden nur noch selten Dosenfutter?
- Ist Trockenfutter die bessere Alternative?
- Was hat dein Hund davon, wenn du für ihn kochst?
Warum gebe ich meinen Hunden nur selten Dosenfutter?
Auf Reisen gibt es bei uns Nassfutter in Tetrapacks, zuhause wird selbst gekocht. Industriell hergestelltes Futter, egal wie teuer oder billig es ist, ist hochverarbeitetes Futter. Es durchläuft mehrere industrielle Verarbeitungsschritte, es werden Stabilisatoren, Konservierungsmittel, künstliche Farb- und Aromastoffe sowie Geschmacksverstärker zugegeben, damit Farbe, Konsistenz und Geruch Menschen überzeugen, dass sie was Gutes gekauft haben. Die gekochten Zutaten werden in Dosen gefüllt, die innen mit Bisphenolen beschichtet sind. BPA ist leber- und nierenschädigend. Für BPA-freie Beschichtungen fehlen bisher aussagekräftige Studien. Anschließend wird das Futter in der Dose erneut, dieses Mal unter Druck, für etwa eine Stunde auf 121 Grad erhitzt. Damit der Inhalt steril und länger haltbar ist.
Ist Trockenfutter die bessere Alternative?
Und wie ist es bei Trockenfutter? Was passiert mit all dem knackigen Gemüse und den tollen frischen Zutaten, die darin stecken sollen, zumindest wenn man der Werbung glaubt? Damit am Ende einheitlich geformte Kroketten entstehen, müssen alle Lebensmittel, egal wie hitzeempfindlich, den gleichen Produktionsprozess durchlaufen. Sie werden getrocknet und zermahlen, gekocht und unter Dampf und Hitze in Form gepresst, wieder erhitzt und getrocknet. Und um das Futter länger haltbar zu machen, werden Konservierungsmittel zugefügt. BHA (Butylhydroxyanisol) und BHT (Butylhydroxytoluol) sind immer noch gebräuchliche Zusätze in Hundefutter, obwohl sie als potenziell krebserregend und leberschädigend gelten. Manche Hersteller verwenden natürliche Antioxidantien, beispielsweise Vitamin E (Tocopherol). Jedoch reagiert Vitamin E mit Licht und Sauerstoff. Die Folge: Es oxidiert und riecht dann ranzig. Und da das nicht gesund ist, steht auf Trockenfutter immer der Warnhinweis: Luftdicht verschließen. Aber lässt sich ein einmal geöffneter Futtersack überhaupt luftdicht verschließen?
Was hat dein Hund davon, wenn du für ihn kochst?
Genau die gleichen Gründe, wegen denen Menschen sich nicht (nur) von Fertiggerichten, Fast Food und Tütensuppen ernähren sollten, sprechen dafür, auch Hunde nicht mehr ausschließlich mit Trocken- bzw. Dosenfutter zu füttern. Laut Statistik erkranken Hunde mittlerweile genau an den Zivilisationserkrankungen, die auch Menschen treffen. Bei Hunden wie Menschen sind Krebs und Herz-/Kreislauferkrankungen die häufigsten Todesursachen. Fast jeder zweite Hund hat Übergewicht (Zum Artikel Übergewicht) und damit ein erhöhtes Risiko für Arthrose, Diabetes und Krebs. Und vieles davon könnte man mit einer gesunden Ernährung verhindern. Denn die Lebensqualität leidet oft schon lange, bevor die Erkrankung sichtbar wird. Schmerzen in Gelenken beeinträchtigen Hunde stark. Mit Schmerzen machen Spaziergänge einfach keinen Spaß. Infektionskrankheiten häufen sich, weil das Immunsystem im Darm gestört ist. Nieren müssen mit teilweise weit überhöhten Phosphatwerten¹ zurechtkommen, die Leber muss die vielen Hilfsstoffe abbauen, die dem Futter künstlich zugegeben werden. Und das über viele Jahre hinweg.
Also, was hat dein Hund davon, wenn du ihn kochst? Er hat eine gute Chance, länger gesund zu bleiben und seine Lebensqualität bis ins hohe Alter zu bewahren.
Du möchtest für deinen Hund selbst kochen?
Gerne unterstütze ich dich dabei. Fülle bitte den Fragebogen zum Futterplan aus. Im Fragebogen kannst du mir alles über die Größe, Rasse, Alter und den Energiebedarf deines Hundes mitteilen. Diese Informationen sind wichtig, denn dadurch bekomme ich die nötigen Angaben zur Berechnung des tatsächlichen Futterbedarfs und die benötigte Futtermenge deines Hunds: Link zum Futterplan Den Futterplan schicke ich dir in der Regel innerhalb von 3 Werktagen per E-Mail zu. Sobald du den Futterplan hast, kannst du schon loslegen und das Futter für deinen Hund selbst zubereiten.
¹Vgl. Dobenecker, B. (2021). Phosphate intake with complete food and diets for chronic kidney disease available on the German market. Tierarztliche Praxis. Ausgabe K, Kleintiere/heimtiere, 49(4), 247-254. DOI: 10.1055/a-1487-8625
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